Die Freudemacher

Gesund im Beruf – Wokshops und Trainings für Unternehmen

gemeinschaft

8. August 2014
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Liebe Macht Angst

Die Liebe, die Liebe, ist eine Himmelsmacht!

Und als solche ist sie irdischen Kontrollen natürlich nicht ausgeliefert, was sie obskur erscheinen lässt, denn was der Mensch nicht kontrollieren kann, das bereitet ihm Angst, das will er nicht, davon lässt er lieber die Finger weg. Schade eigentlich, denn die Liebe ist es, was uns antreibt, was uns motiviert, was uns den Sinn im Leben gibt.

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email

10. Juni 2014
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5 genügt!

Wenn Sie auf dieser Seite gelandet sind, dann kann das den Grund haben, dass Sie einem Link gefolgt sind, der unter einer vielleicht ungewohnt kühlen E-Mail zu finden war. Die wiederum könnte ihren Grund in den folgenden Empfehlungen finden:

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disziplin

13. Mai 2014
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Ein Hoch der Disziplin

Wenn das Wort „Disziplin“ fällt, dann tauchen Bilder eines Unternehmers auf, der zwar ob seiner altbacken preußischen Tugenden irgendwie ganz witzig aber dann eben doch eher altmodisch und fast schon tragisch daherkommt.
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9. Mai 2014
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Gesund im Beruf!

Gesund im Beruf – Warum eigentlich?

Eine frühere Kollegin versuchte Ihren MitarbeiterInnen immer einzureden, dass deren persönliche Probleme, deren „Päckchen“  vor der Türe des Arbeitsgebers zu bleiben hätten.  Ich hatte immer häufiger das Gefühl, gar nicht mehr in das Gebäude reinzukommen, weil die Päckchen jener Kollegin den Eingang völlig verbarrikadierten, was ich ihr irgendwann auch mitteilte. Von da an ging sie etwas vorsichtiger mit solchen Äußerungen um, denn, tatsächlich, sie hatte eine Menge Probleme. Je mehr sie diese Probleme jedoch versuchte außen vor zu lassen, umso weniger Energie hatte Sie für Ihren Job zur Verfügung.

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tick tack

9. Mai 2014
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Geht’s Dir nicht gut?

Grundlegend

Erkennung psychischer Erkankungen

Wie erkennt man, dass der oder die KollegIn ein Problem hat? Bestenfalls, wie oben bereits beschrieben, indem man Achtsam mit seinem Umfeld umgeht und so eintretende Veränderungen spürt und genauer betrachten kann, vor allem was ihre Dauer betrifft.

Allerdings gibt es auch Anzeichen, die wenn auch nicht allesamt objektiv, so aber doch beobachtbar sind und einen weiteren Grund für ein Einschreiten bieten können.

Was für die Medizin die Organe, sind für die Psychiatrie die Elementarfunktionen. Dies sind die Bereiche menschlichen Verhaltens, die gestört sein können.

Prinzipiell können bei psychischen Problemen die folgenden Bereiche betroffen und verändert sein:

  • Wahrnehmung – wie und was nehme ich mit meinen 5 Sinnen wahr?
  • Denken – Wie formen sich meine Gedanken und was denke ich?
  • Bewusstsein und Wachheit – Wie klar und wach oder trübe und müde ich bin?
  • Antrieb – Wie groß meine Motivation ist, mich zu bewegen oder wie ich mich bewege?
  • Affekte – Wie ist meine Stimmung, herabgestimmt oder euphorisch?
  • Konzentration und Gedächtnis – Wie gut kann ich mich konzentrieren, mir Dinge merken und erinnern?
  • Orientierung – wie kann ich mich in Zeit, Situation, Ort und Person orientieren? Weiß ich wo, wie, wann und wer ich bin?
  • Intelligenz – niedrige oder hohe Intelligenz

Da wir niemandem in den Kopf schauen können (und wollen), sind wir auf äußere Anzeichen angewiesen, die sich vor allem im Reden und Verhalten äußern. Zu letzterem gehört noch die äußere Erscheinung, die ja aus dem Verhalten entsteht, beispielsweise, sich gehen zu lassen.

Teilweise können wir die Veränderungen in das “Unnormale” auf einer einigermaßen objektiven Skala erfassen, beispielsweise bei einer gestörten Orientierung. Meistens aber sind wir auf subjektive Eindrücke angewiesen, vor allem dann, wenn nicht unser Gegenüber klagt, sondern wir seine Probleme von außen zu erkennen glauben.

 

Ursachen

 Ursachen

Manche Störungen entstehen aus einer unbekannten Ursache. Plötzliche Angst, unerklärliche Hochstimmung, schleichender Motivationsverlust können (scheinbar) ohne äußere Anlässe auftauchen. Auch wenn es für solche Störungen auch immer eine beobachtbare Reaktion im Gehirn (neuronales Korrelat) gibt, so weiß man bis heute nicht, was als erstes da war: Gedanken, die zur Depression und einer verminderten Hirnfunktion führen oder einen auftretende Hormonstörung, die zu reduzierten Gedanken und somit der Depression geführt haben.

Andere Störungen finden Ihre Ursache in Erklärbarem: Eine körperliche Erkrankung oder auch eingenommene Medikamente oder Drogen können zu psychischen Störungen führen.

So kann eine Zuckererkrankung (Diabetes) beispielsweise zu Depressionen und Ängsten führen, ebenso eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose), bei der der Stoffwechsel des Körpers langsamer abläuft als normal. Die Folgen sind geringere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Ebenso können Medikamente, Schmerzmittel oder auch Antibiotika zu psychischem Unwohlsein führen, genauso wie natürlich Alkohol und alle anderen Drogen.

 

Psychische Erkrankungen

 Im Einzelnen

Schauen wir uns an, wie sich Störungen der Elementarfunktionen äußern können

Wahrnehmung: Hier treten bei psychotischen Störungen vor allem Halluzinationen auf. Stimmen hören oder Szenen erleben, die sonst niemand sieht. Zu erkennen sind solche Halluzinationen nur über das Verhalten der Betreffenden. Sie schauen gebannt auf die für uns nicht sichtbaren Szenen oder hören “jemandem” zu, bevor sie uns antworten.

Ansonsten können Verwechslungen (Illusionen) auftreten, vor allem bei starker Müdigkeit oder auch Drogen und Medikamenten. Sie sind ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Betreffenden nicht mehr arbeitsfähig sind.

Denken: Das Denken kann inhaltlich (was?) und formal (wie?) beeinträchtigt sein. Zu den inhaltlichen Denkstörungen zählen vor allem der Zwang und der Wahn.

Beim Zwang werden unsinnige Rituale ständig und immer öfter und präziser Wiederholt (waschen, zählen, reinigen, etc.). Sie werden von den betreffenden als unsinnig erkannt, gleichwohl können sie nicht damit aufhören.

Bei einem Wahn wird die Realität auf beinahe skurrile und für Außenstehende nicht mehr nachvollziehbare und vor allem unkorrigierbare Weise interpretiert. Die Betreffenden fühlen sich verfolgt, glauben Wetter machen zu können oder, ein abgesandter Gottes zu sein.

Ist der Ablauf des Denkens gestört, denken die Betreffenden sehr langsam, sehr schnell oder völlig verwirrt. Dann kommen die Worte in einer losen oder gar keiner erkennbaren Reihenfolge mehr an oder Worte werden komplett neu gebildet (auffumt zur Bastur).

Eine Zwangserkrankung ist sehr aufwändig zu behandeln zumal dann, je länger sie besteht. Noch komplexer ist die Wahnerkrankung, zumal hier die Krankheitseinsicht fehlt, die Betreffenden also nicht erkennen, dass sie die Welt komplettuminterpretieren.

Denkgeschwindigkeiten sind oft bei Störungen der Affekte reduziert (bei Depressionen) oder gesteigert (bei der Manie). Hier muss die Grunderkrankung behandelt werden.

Bewusstheit und Wachheit: Das Bewusstsein kann erweitert oder auch sehr eingeschränkt, also fokussiert sein. Vor allem letzteres kommt bei Schockzuständen oder nach Belastungssituationen vor (Tod, Trauer, Unfälle, etc.) und kann auch erst Monate nach einem Ereignis eintreten (bei der posttraumatischen Belastungsstörung)

Bewusstseinstrübungen kommen vor allem bei Drogen, Medikamenten oder bei körperlichen oder Hirnerkrankungen vor. Sie müssen sofort einer ärztlichen Behandlung überführt werden. Ohne wenn und aber!

Gleiches gilt für eine schwindende Wachheit, die nicht durch Schlafmangel oder als vorhersehbare Reaktion von Medikamenten oder Drogen erklärbar ist. Hier ist allerdings auf eine Suchtproblematik zu achten und natürlich darauf, dass die Betreffenden erst einmal sicher nach Hause geführt werden.

Antrieb: mit Antrieb wird vor allem die Motivation beschrieben, die ein Menschen  aufbringt. Das reicht vom morgendlichen Aufstehen bis zu Aktivitäten in der Freizeit. Diese Motivation kann unnatürlich und auch für die Betreffenden quälend vermindert sein. Solch eine Dämpfung des Antriebes kommt vor allem bei Depressionen und allen damit verbundenen Syndromen auf, beispielsweise dem Burn-out.

Eine Antriebssteigerung wird von den Betreffenden eher selten als stören empfunden. Ist sie bis zur Unproduktivität oder gar Hysterie gesteigert, spricht man von einer Manie, die in jedem Falle behandlungsbedürftig ist.

Affekte: Unser Gefühlsleben steuert, wie wir bereits gesehen haben, viele andere Verhaltensweisen. Ist es gedämpft, sind auch alle anderen Funktionen gedämpft, und umgekehrt. Vor allem reduzierte Gefühle, bis hin zum “Gefühl der Gefühlslosigkeit” müssen angesprochen und behandelt werden. Je länger man sich ihnen hingibt, umso mehr schleifen sie sich ein. Sie sind vor allem Zeichen von Depression oder auch Burn-out.

Heraufgesetzte Gefühle können genauso schädlich sein, wenn sie in heilloser Hektik und Unproduktivität bis hin zu Aggressionen ausufern, wenn die “Freude” vom Umfeld nicht geteilt wird. Man spricht hier von einer Hypomanie (eher produktiv) oder Manie (angerichtete Euphorie bis Größenwahn).

Konzentration und Gedächtnis: Nachlassende Konzentration kann in Müdigkeit ihre Ursache haben oder einfach auch in Überforderung, Sorgen und Problemen. Tritt sie häufig auf, muss ein Gespräch geführt werden, vor allem dann, wenn sie lebenswichtig ist.

Auch Gedächtnisfunktionen können durch Müdigkeit herabgesetzt sein. Zeigen sie sich allerdings in ständigem Vergessen bis hin zur Orientierungslosigkeit (wo bin ich?), müssen sie abgeklärt werden. Ebenso sind Wesensänderungen (Das hat er doch nie gemacht!), die damit einhergehen ein Indiz für eine körperliche Erkrankung (Stoffwechsel oder Hormonstörung) oder eine hirnorganische Veränderung (beispielsweise Demenz oder auch Parkinson).

Eine Störung der Konzentration und des Gedächtnisses muss zudem immer auch ärztlich abgeklärt werden!

Orientierung – Wenn wir nicht wissen, wann wir sind (Uhrzeit, Jahreszeit), wo wir sind (Im Gespräch mit dem Vorgesetzten), an welchem Ort wir sind (In der Firma) oder gar wer wir sind, dann ist in jedem Falle eine schnelle Hilfe von Nöten.

Die Störung der Orientierung ist ein Notfall und muss ärztlich abgeklärt werden!

Intelligenz: Intelligenz ist vor allem ein Maß an Flexibilität im Denken, allerdings ist dies nicht das einzige Maß und ebenso ist eine hohe Intelligenz nicht ausreichend, um erfolgreich zu sein. Ein wichtiger Faktor hier ist die Förderung. Hinzu kommt, dass Intelligenzmessungen nicht einfach und vor allem im oberen Viertel nicht immer genau sind. So kann es sein, dass Hochbegabungen gar keine sind und gleichzeitige Spitzenbegabungen weder gesichtet noch gefördert werden. Zudem hat Intelligenz nichts mit gut und schlecht zu tun, sie ist vielmehr eines von vielen Merkmalen, die einen Menschen ausmachen!

Mit niedriger Intelligenz wird man im Berufsleben vermutlich weniger konfrontiert sein (wir ersparen uns jeden naheliegenden Witz über diese Aussage ganz bewusst 😉 ).

Sehr wohl aber kann eine hohe Intelligenz Ursache vieler Störungen sein. Das Thema der Hochbegabung wurde in den letzten Jahren leider überstrapaziert und geriet so in ein schlechtes Licht. Assoziiert mit übereifrigen Eltern wird ein ebenso wichtiger Aspekt nicht oder nicht genügend thematisiert. Es gibt eine vergleichsweise hohe Zahl an hochbegabten Erwachsenen, eben solchen Menschen, die zu einer Zeit aufwuchsen, in der das Thema noch gar nicht im Blickfeld war.

Landläufige Meinung darüber ist, dass Menschen mit Hochbegabung keine Probleme im Leben haben werden. Das stimmt so allerdings nicht, sondern vielmehr äußert sich eine Hochbegabung auch in Symptomen wie mangelnder Konzentration, ständigem Schwanken zwischen Möglichkeiten, immer neuen Interessen, wenig Durchhaltevermögen im klassischen Sinne, Zerstreutheit, etc. Ein eigentlich extrem leistungsfähiger Mensch kann ungefördert in einer beruflich unbefriedigenden Situation landen. Aus dem Burn-Out wird ein Bore-Out und nicht selten kommen andere psychische Störungen und auch Suchtproblematiken hinzu.

 

Buchempfehlung

seelischestoerungen

burnout

9. Mai 2014
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Burnout – Wenn die Seele Status meldet

Text

Burnout ist in aller Munde, und zwar zu Recht. Immer mehr Menschen scheinen dem alltäglichen Geschäft nicht mehr gewachsen zu sein. Zudem befinden wir uns in einer gesellschaftlichen Situation, in der wir uns neben unseren eigenen Herausforderungen und Problemen auch noch um globale Geschehnisse zu kümmern haben. Hier die Finanzkrise, die mittlerweile zum festen Bestandteil gehört, dort Terrorwarnungen, verbunden mit der Angst, vom nächsten Weihnachtsmarkt unter Umständen nicht mehr lebend zurückzukehren und überhaupt die ganze Globalisierung, die unseren Arbeitsplatz eher als Durchgangslager erscheinen lässt, denn als zuverlässige Konstante, die uns ein finanziell unbeschwertes Leben beschert.

Die Zahl wächst

Betriebskrankenkassen gehen von derzeit 9 Millionen Betroffenen aus, die an Burnout leiden, teils gerade am Anfang sind, teils bereits dem Zusammenbruch nahe. Die Schwierigkeit dabei ist, Burnout richtig und eindeutig zu klassifizieren und abzugrenzen von psychischen Störungen wie Depressionen oder Ängsten, zumal beides Symptome des Burnouts sind. Die Kosten der Diagnose Burnout sind indes immens, umso wichtiger, so Forscher und Arbeitgeber, wäre es, wenn man ein Burnout nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten diagnostizieren und dann eben auch behandeln könnte.

Die Symptome sind Diffus

Die meisten Ärzte finden unter Burnout zumeist Symptome der Erschöpfung, psychisch wie physisch: Selbstentfremdung, verminderte Leistungsfähigkeit, verstärkte Anspannung, Schlafstörungen, Unruhe, Konzentrationsschwäche, mangelnde Motivation, etc.

Zum Arbeitsalltag, der als immer stressiger empfunden wird, kommen Situationen wie immer größere Einsamkeit, Anonymisierung des Alltags und daraus resultierend fehlender Kontakt zu anderen Menschen. Alleine diese Faktoren lassen uns dann die sowieso von vielen schon immer als Übel betrachtete Existenzsicherung (=Arbeit) als noch schwieriger zu bewältigende Situation aussehen, obwohl sie es vielleicht gar nicht ist.

Zu viel oder zu wenig?

Burnout wird so oder so gerne als Zeichen der Überarbeitung angesehen, eine Symptomatik die den gestressten Manager trifft, der 20 Stunden am Tag arbeitet und das bei wenig oder gar keinem Urlaub. Dem allerdings ist nicht so. Burnout ist nicht zwingend das Resultat aus Überarbeitung, sondern kann genauso das Resultat aus Langeweile und Unterforderung sein. Nicht selten erlebe ich Menschen, bei denen auf Grund Ihres Arbeitspensums weniger die Diagnose Burnout zutrifft. Ein neues Wort, das Boreout (“bore” kommt aus dem Englischen und bedeutet “Langeweile”), macht seit längerem die Runde.

Eine lange Zeit den falschen Weg zu gehen und eine Tätigkeit zu verrichten, die unter dem liegt, was man tun könnte, macht also genauso krank. Und was macht es da schon für einen Unterschied, ob diese Erschöpfung aus zu viel oder zu wenig Arbeit resultiert. Fakt ist, dass sich viele Menschen dort, wo sie gerade sind, nicht wohl fühlen. Und daraus resultiert für mich, dass es keine neuen Diagnose-Instrumente braucht, um klarzustellen, ob es denn nun eine Depression oder eine Angst oder tatsächlich ein Burnout (oder gar Boreout) ist.

Profit by social

Genauso braucht es verantwortungsbewusste Führungskräfte, die dazu beitragen, dass Menschen erst gar nicht in eine solche Situation kommen. Denn immerhin verbringen viele Menschen die meiste Zeit am Arbeitsplatz. Insofern liegt es nahe, diesen so angenehm wie möglich zu gestalten. Dass Gewinnerhöhung hierbei kein Hindernis sein muss, sondern Hand in Hand mit einem guten Umgang gehen kann (und muss), sollte klar sein. Immer noch wird häufig mehr Zeit und Geld für die Abmahnung, Abstrafung und Kontrolle der in einem Unternehmen arbeitenden Menschen aufgebracht, als für ihre Motivation und Inspiration. Es liegt eben doch zu einem Teil in der Verantwortung einer Führungskraft, mit welcher Stimmung sie ihre Mitarbeiter in den Feierabend und somit in die Welt entlässt.

Verharren in der Diagnose

Und noch eine Gefahr besteht bei zu argen Klassifizierungen von sogenannten Störungsbildern: Es besteht die Gefahr, dass wir uns mehr hinter wortgewaltigen Diagnosen verstecken, die einen Zustand beschreiben, den es immer schon gab. Damit aber kann eine Heilung schwieriger werden, weil das Verharren in der Krankheit manchmal einfacher scheint als deren Heilung. Wir sollten aufpassen, dass wir, anstatt aufkommende Probleme selbst zu ändern, uns nicht in eine Krankheit flüchten, in der wir länger als nötig verharren.

Und auch hier liegt die Aufgabe von Therapeuten und Beratern, nämlich den Klienten zu verdeutlichen, dass, wie auch immer die Diagnose lautet, nur sie sie beenden kann.

Manchmal, und das soll die Symptomatik nicht schmälern, geht es uns einfach nicht gut, manchmal haben wir mit Alltäglichkeiten zu kämpfen und manchmal sind wir einfach nicht gut drauf. Manchmal ist das dann aber auch keine Depression und kein Burn- oder Boreout sondern einfach ganz normal und menschlich!

Der produzierende Konsument ist müde

Es bleibt festzustellen, dass es notwendig ist, der Erschöpfung, die unsere Gesellschaft offenbar schon seit langem im Griff hat und die immer häufiger um sich greift, einen Namen zu geben. Dieser Name ist „Burnout“ und wir müssen ihn ernst nehmen. Denn die ganze Marktwirtschaft nutzt uns dann nichts, wenn niemand mehr an ihr teilnehmen kann, sowohl auf der Seite der Produzenten, als auch auf der Seite der Konsumenten. Und die automatische Kategorisierung einer Gesellschaft in diese zwei Menschengruppen zeigt im Grunde schon, wes Geistes Kind wir im Begriff zu werden sind. Im Gerichtssaal würde ich mich nun zurücklehnen und breit grinsend verlauten lassen: „Keine weiteren Fragen!“

Grafik

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9. Mai 2014
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Die Sorge – Wie sag ich’s?

Wie sage ich einem Menschen, dass ich mir Sorgen um seine (psychische) Gesundheit mache?

Zunächst einmal: Stellen sie niemals eine Diagnose, sondern teilen Sie ihre Beobachtung und Ihre Sorge darum mit

Ein Grund ist keine Entschuldigung

Unter Umständen gibt es eine Erklärung für das auffällige Verhalten eines Mitarbeiters, einer Kollegin oder eines Vorgesetzten.

Ein Grund mag erklären aber deshalb noch lange nicht akzeptabel sein. Alkohol am Arbeitsplatz wegen einer vergangene Liebe mag ein Grund sein, bedeutet aber noch lange nicht, dass es sich nicht um eine (beginnende oder aufbrechende) Sucht handelt. Unter Umständen war die Trennung nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte oder es ist eine Ausrede.

Merke:

  • Belassen sie es nicht dabei, wenn der angesprochene Mensch mit einer plausiblen Erklärung oder einer Abweisung reagiert, sondern behalten Sie das Problem im Auge behalten. Geben Sie die Perspektive, jederzeit ansprechbar zu sein. So muss der angesprochene nicht von vorne anfangen, wenn er ein Gespräch möchte.
  • Niemand gibt gerne zu, ein psychisches Problem zu haben, Alkoholikerin zu sein oder sein Pensum einfach nicht mehr zu schaffen. Bei denen, die es zugeben können, kommt meistens erst gar nicht so weit, dass Sie sie ansprechen müssen. Allerdings ist das selten, denn viele Symptomatiken schleichen sich in ein Leben rein.
  • Sprechen sie den Menschen nicht als KollegIn oder VorgesetzteR an, sondern als Mensch. es geht nicht um wirtschaftliche Interessen, sondern darum, einem Menschen zu helfen. das sollten sie so auch rüberbringen (nicht sagen).
  • Lassen sie sich von Abweisungen nicht entmutigen. Sollte ihre Vermutung falsch gewesen sein, ist nichts verloren, sollten Sie richtig gelegen haben, haben Sie unter Umständen einen wichtigen Impuls gegeben.
  • Es gibt kaum ein falsch bei der Ansprache von Menschen, dafür aber umso mehr „richtig“. Sie müssen sich für eine erhöhte Sensibilität und Fürsorge nicht entschuldigen, auch wenn es die betroffene Person (verständlicherweise) so sehen mag.